Es ging nach Bodenwerder und Helga Gornig hatte das Gebiet rechts von Bodenwerder herausgesucht und uns damit ein besonderes Juwel als Wanderung geschenkt. Vielen Dank liebe Helga!
Es war eine besonders eindrucksvolle Wanderung und das lag nicht nur an den traumhaften Panoramablicken.
Wir wurden auch noch mit ein paar ganz besonderen „Zutaten“, die ich euch im Anhang beifüge, verwöhnt. Von der tollen Blindschleiche und den großen Weinbergschnecken mit ihren attraktiv gebänderten Häusern will ich gar nicht sprechen.
Ich beginne mit einer vom Aussterben bedrohten Art, dem streng geschützten Goldenen Rosenkäfer, den wir mit 50 – 100 Exemplaren auf einer Weichselkirsche beim Naschen des süßen Nektars bewundern konnten. Das Bild auf der Weichselkirsche ist im Anhang und das u. a. Video als Link zeigt euch
diesen wunderbaren Käfer der im lateinischen Protaetia speciosissima heißt was bedeutet „Der Prächtigste“. In Deutschland gibt es wohl kein Insekt, was es mit seiner Optik aufnehmen kann. Da seine Larven vermodernde Eichenstämme oder ähnliche Holzhackschnitzel im Zustand der Vermoderung benötigen, und wir gewohnt sind, alles sauber und ordentlich aufzuräumen, ist er auf der roten Liste gelandet und wir hatten das Glück ihn gleich 50 – 100-fach zu sehen, aber nur auf einem Busch der Weichselkirsche beim Ausblick auf den Weserbogen. Die beiden Bilder habe ich euch auch gleich beigefügt.
Davor wunderten wir uns über kleine rote Hörnchen, die auf Lindenblätter standen und der Linde schon fast einen exotischen Anstrich gaben. Es waren die Linden – Gallmilben, die darauf warteten, erwachsen zu werden. Niemad musste sich Sorgen um die Linden machen. Die Linden Gallmilben schaden der Linde nicht und tragen stattdessen zur Biodiversität bei.
Alle diese Eindrücke waren schon fast zu viel, denn beinahe wäre die Gruppe an den Königinnen des Kalk-Halbtrockenrasens vorbeigelaufen. Denn so einfach am Wegrand standen zwei Purpur-Knabenkraut-Orchideen und eine weitere Orchideenart, das Männliche Knabenkraut (Orchis mascula), auch Stattliches Knabenkraut, Manns-Knabenkraut und Kuckucks-Knabenkraut.
Das war nur ein Ausschnitt aus unserer Wanderung und wenn wir demnächst aufmerksam die Natur um uns betrachten, werden wir noch viel mehr sehen.
Soweit für heute!
Wir sehen uns in den Bückebergen am 16. 05. oder bei der Erlebniswanderung im NSG Duinger Seenplatte am 30. 05. 2026.
Bis dahin wünsche ich euch alles Gute und haltet die Augen offen, den das Abenteuer beginnt gleich um die Ecke.
Viele Grüße
Heinz









